Wer Kunden empfiehlt, schnelle, wartbare und gut strukturierte Webplattformen zu entwickeln, sollte diesen Anspruch auch selbst erfüllen. Unsere eigene Website muss zeigen, was wir versprechen.
Hier erläutern wir deshalb, was wir beim Relaunch von rosedev.nl konkret gemacht haben: unsere Entscheidungen, die Abwägungen dahinter und was wir beim nächsten Mal anders angehen würden.
Ein eigenes Framework statt eines CMS
Die Website läuft auf unserem eigenen PHP-Framework. Kein WordPress, kein Craft und kein Headless-CMS mit monatlichem Abonnement. Die gesamte Anwendung umfasst weniger als 27.000 Zeilen PHP, ihre Abhängigkeiten werden zentral mit Composer verwaltet, und für die Bereitstellung genügt das Kopieren der Dateien.
Das ist keine grundsätzliche Ablehnung von Content-Management-Systemen. Es ist eine pragmatische Entscheidung für eine Website, die wir über Jahre warten wollen: Je weniger fremder Code in der Abhängigkeitskette steckt, desto weniger Sicherheitspatches, inkompatible Updates und Plugin-Konflikte müssen wir bewältigen.
Zuerst das Designsystem
Noch bevor wir das erste Template schrieben, haben wir die visuelle Gestaltung als System aus Designtokens angelegt. Jede Farbe, jeder Abstand, jede Schriftgröße und jeder Radius ist als CSS Custom Property definiert. Dadurch lässt sich die gesamte Bildsprache der Website in einer Datei verändern. Zugleich bleiben die Templates lesbar, weil sie benannte Werte statt unerklärter Zahlen verwenden.
Die Schriftgrößen folgen einer modularen Skala. Die Abstände basieren auf einem 8-Punkte-Raster. Die Farbpalette verwendet semantische Rollen wie „primary“, „surface“, „border“ und „muted“, statt Hexwerte über die Stylesheets zu verstreuen. Eine solche Grundlage macht sich bereits im ersten Entwicklungsmonat bezahlt.
Leistung von Anfang an
Jede Seite erreicht im Lighthouse-Leistungstest 100 Punkte. Das ist keine außergewöhnliche Leistung, sondern das Ergebnis davon, nur das zu laden, was tatsächlich gebraucht wird. Es gibt kein JavaScript-Framework, keine Webschrift mit zwölf Schriftschnitten und kein Drittanbieter-Widget, das bei jedem Seitenaufruf Daten an seinen Anbieter sendet.
Die Analysetools Google Analytics 4 und Microsoft Clarity werden erst nach ausdrücklicher Zustimmung zu den entsprechenden Cookies geladen. Das entspricht den Anforderungen der DSGVO und verbessert nebenbei die Ladezeit beim ersten Besuch.
Der Administrationsbereich
Alle Inhalte der Website — Artikel, Referenzprojekte, Seiten, Fallstudien und Kundenstimmen — werden über einen eigens entwickelten Administrationsbereich verwaltet. Ohne Drittanbieterkonten, SaaS-Abhängigkeit oder Lizenzgebühren. Benötigen wir einen neuen Inhaltstyp, erstellen wir die Tabelle und den Controller; das Verwaltungstemplate folgt dem bewährten Muster der übrigen Anwendung.
Das Kundenportal folgt demselben Ansatz: Ein separater, durch Anmeldung geschützter Bereich ermöglicht Kunden, den Projektfortschritt zu verfolgen, Arbeitsergebnisse herunterzuladen und mit uns zu kommunizieren. Er ist in dieselbe Codebasis integriert und benötigt kein externes Projektmanagement-Werkzeug.
Wie es weitergeht
Die Website ist online und das Portfolio mit Projekten gefüllt. In den kommenden Monaten veröffentlichen wir Artikel über abgeschlossene Projekte und die technischen Entscheidungen dahinter. Wenn Sie herausfinden möchten, ob Rose Development der passende Partner für Ihr Projekt ist, geben Ihnen diese Artikel wohl den ehrlichsten Einblick, den wir bieten können.
Für unsere Kunden entwickeln wir nach denselben Maßstäben wie für uns selbst.