Transporter: mobile Anwendung für Fahrer
TST Terschelling
MooiWeer BV
Rolle: Full-Stack-Design und -Entwicklung | Typ: individuelle Webanwendung | Version: Neugestaltung V3
MooiWeer ist die Online-Buchungsplattform für Outdoor-Aktivitäten auf der niederländischen Watteninsel Terschelling. Besucher können Angebote wie Kajakfahren, Wandern, Mountainbiking, Golf und Paintball direkt auf der Website entdecken, vergleichen und buchen. Die Plattform unterstützt außerdem den Verkauf von Merchandise, Teambuilding-Pakete für Unternehmen und ein eigenes Buchungsportal für Reisevermittler und Partner.
V3 ist eine grundlegende Neugestaltung der Plattform. Ziel war, den visuellen Auftritt zu modernisieren, durch eine klarere Informationsarchitektur mehr Buchungen zu erreichen und ein wiederverwendbares Designsystem als Vorlage für weitere Projekte aufzubauen. Die bestehende Buchungslogik, Zahlungsanbindungen und Vermittlerabläufe, von denen das Unternehmen abhängt, sollten dabei ungestört weiterlaufen.
Die Website verwendet SupriaSans, eine geometrische serifenlose Schrift, in vier Strichstärken (300, 400, 700, 900). Überschriften erscheinen in Großbuchstaben mit den Stärken 700–900 und erweiterter Laufweite. Fließtext ist mit 16px und einer Zeilenhöhe von 1,7 gesetzt, damit er auf Mobilgeräten und Desktopbildschirmen angenehm lesbar bleibt.
Ein eigenes CSS-Layoutsystem stellt Container, flexible Spaltenraster und benannte Abschnittstypen bereit. Große Einstiegsbanner nutzen 52–62 vh und einen dunklen Farbverlauf über dem Bild, sodass weiße Schrift vor den Aktivitätsfotos lesbar bleibt. Routenabschnitte teilen Bild und Inhalt im Verhältnis 60/40 auf und wechseln deren Seiten zeilenweise. Das führt angenehm durch längere Seiten. Kartenraster verwenden CSS Custom Properties für Spaltenabstände und -zahlen; sie wechseln von drei Spalten auf dem Desktop zu zwei auf Tablets und einer auf Mobilgeräten.
Ein zentraler Frontcontroller (index.php) wertet bis zu sechs URL-Segmente aus und leitet an die passende Seitenklasse weiter. So entstehen klare, lesbare URLs für Aktivitäten (/activiteiten/kayak-terschelling), Buchungsschritte und Shopprodukte, ohne auf komplexe Rewrite-Regeln des Webservers angewiesen zu sein.
Die Plattform bietet Inhalte auf Niederländisch, Englisch, Deutsch und Französisch. Die Sprachwahl wird in der Sitzung gespeichert und lässt sich jederzeit ändern, ohne den Warenkorb oder Buchungsstand zu verlieren.
Reisevermittler und Partner für Gruppenbuchungen melden sich über ein separates Portal an. Es zeigt verfügbare Plätze in Echtzeit, wendet vereinbarte Preisstaffeln an und erstellt herunterladbare Buchungsbestätigungen. In der Hauptsaison macht dieser Kanal einen erheblichen Teil der Gruppenbuchungen aus.
Eine passwortgeschützte Verwaltungsoberfläche ermöglicht Mitarbeitern, Aktivitätsverfügbarkeiten zu pflegen, Buchungen zu bearbeiten, Shopbestände zu aktualisieren, Berichte zu erstellen und Preise festzulegen — ohne Änderungen am Code.
Das V3-Designsystem basiert vollständig auf CSS Custom Properties in einem einzigen :root-Block. Farben, Abstände, Schriftgrößen und Rahmenstile lassen sich deshalb für einen neuen Kunden durch Änderung einer Datei anpassen. Komponenten-Markup und Layoutlogik bleiben dabei erhalten. Zusätzlich zum Code wurde das System als wiederverwendbares Designbriefing dokumentiert, damit es sich leicht auf weitere Projekte übertragen lässt.
Da Buchung und Zahlungsabwicklung geschäftskritisch sind, wurde das V3-Frontend mit einer A/B-Testarchitektur entwickelt. Ein Abfrageparameter oder Cookie schaltet die Body-Klasse zwischen ab-variant-a und ab-variant-b um und lädt das neue Design-CSS nur für die Testvariante. So konnte die neue Gestaltung vor der vollständigen Umstellung mit echtem Besucherverkehr im Produktivbetrieb geprüft werden, ohne den Buchungsablauf zu gefährden.
Die V3-Neugestaltung modernisierte eine Plattform mit Tausenden Buchungen pro Saison und erhielt gleichzeitig sämtliche bestehenden Anbindungen und Arbeitsabläufe. Das neue Designsystem reduzierte gestalterische Unstimmigkeiten auf der Website und verkürzte die Entwicklung neuer Seitentypen deutlich. Da die Architektur der Designtokens nicht an eine einzelne Marke gebunden ist, dient dasselbe System inzwischen auch als Ausgangspunkt für weitere Projekte.
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